5. Clashing (1/2)
langsam aber sicher fullte sich der club. inzwischen waren die meisten tische belegt, und die tanzflche gut gefullt. ein dj hatte seinen dienst angetreten und veredelte die gespielten lieder mit diversen mischungen, blenden und bssen. die musik wurde zusehends 'tanzbarer'.
im wechselnden licht der ansonsten recht dunklen halle standen wildwing und mallory noch immer zusammen und unterhielten sich. sie waren nher zusammen geruckt, um bei dem gestiegenen lrmpegel der menge und der musik nicht schreien zu mussen. der groe, gutgebaute erpel lehnte sich des fteren seiner hubschen begleiterin entgegen und antwortete ihr in ihr ohr. beide lachten hufig.
nicht allzu weit entfernt lehnte ein junger, blonder erpel an der wand der halle, ein groen glas in der hand und starrte duster zu dem paar. seine stimmung stand seinem blick in nichts nach.
er leerte mit einem langen schluck sein glas, stellte es scheppernd auf den nchstgelegenen tisch und drehte sich wieder in richtung theke, um sich ein weiteres getrnk zu kaufen, als eine junge, attraktive frau in hautenger, glnzender, schwarzer hose und einem den rucken frei lassenden oberteil ihn am arm antippte. er drehte sich zu ihr um und betrachtete sie. sie war attraktiv und flirtete eindeutig mit ihm. sie warf mit einer kleinen kopfbewegung ihr samtig
aunes haar in den nacken und sagte lchelnd etwas, was er aber nicht verstand. kurz uberlegte er, sich einfach wieder der theke zuzuwenden, aber als er an ihr vorbei seine rothaarige teamkollegin erneut auflachen sah, entschied er sich anders. er lchelte die
unette auffordernd an und beugte sich zu ihr herunter, und hielt ihr sein ohr hin.
…
auch tanya und duke standen noch immer an ihrem tisch. gerade wurde ein stuck mit migerem beat gespielt, dass, mit sich hufig wiederholenden textpassagen, von der anziehung des sngers zu einer schnen frau handelte, als tanya von ihrer angeblichen unfhigkeit zu tanzen berichtete.
"ich beneide leute, die sich so gehen lassen knnen. ich kann nicht mal den ententanz." sie lachte uber ihren schlechten witz und duke sah sie durchdringend an.
"aber liebste tanya. jemand der sich so geschickt auf dem eis bewegt, dem liegt das tanzen im blut, glaub mir. du musst einfach locker bleiben. schliee deine augen!" er trat nher an sie heran und sie blickte zweifelnd. "lass die musik dich vllig ausfullen." er stand nun dicht hinter ihr. "ignorier die anderen. blende alles aus, auer den klang des liedes." sanft legte er seine hnde auf ihre schultern. sie zuckte kaum merkbar zusammen, entspannte sich aber dann und schloss die augen.
"spurst du, wie alles verschwindet und nur noch die musik dich durchstrmt? in deine schultern, in deine beine, in deine huften..." ganz langsam und unaufdringlich glitten seine hnde von ihren schultern herab ihre arme entlang. sie uberlief eine gnsehaut, doch lies sie ihre augen geschlossen und atmete tief ein.
"bewege dich einfach zum takt, lass die musik dich leiten." sachte, fast ohne sie wirklich zu beruhren, legte er seine hnde auf ihre huften. wie ein puppenspieler wiegte er sie sanft ohne druck auszuuben. "spurst du es?" er war mit seinem schnabel nun ganz nah an ihrem ohr und flusterte rau. "wie alles eins wird?"
tanya lies duke gewhren. sie lehnte sich an ihn und lies sich von ihm fuhren. sein krper war warm an ihrem rucken und seine stimme hatte einen wohligen klang. ihr entfuhr ein tiefer seufzer, der sie selbst uberraschte.
duke lachte sehr leise in ihren nacken.
mit hoch rotem kopf trat sie einen kleinen schritt von ihm weg und drehte sich zu ihm um. er legte seine hand an seine stirn und schuttelte den kopf, immer noch leise lachend. etwas verletzt sah sie ihn an. als er es bemerkte, lchelte er entschuldigend.
"hier stehe ich und flirte und lasse mich, ohne es zu merken, selbst verfuhren", sagte er leise. er lachte erneut, nahm dann ihre hand und kusste sie sanft.
"bitte entschuldige. du bewegst dich hinreiend, meine liebe." sie schaute ihm in die augen. sie hatte das gefuhl hinter all den spruchen und charmanten schmeicheleien versteckte sich ein wirklich tieffuhlender, aufrichtiger und verletzlicher erpel. und wie sie so dastand und ihn ansah, wagte sie nicht, sich zu bewegend, wohl wissend, dass ihre hand immer noch in seiner lag. einen augenblick wirkte er unentschlossen und sie hielt ihren atem an. er setzte an etwas zu sagen...
"hallo, ihr beiden."
schnell zog sie ihre hand zuruck und drehte sich um. "hallo, grin. und, wie gefllt es dir hier?"
"es ist schn unter so vielen frhlichen jungen leuten zu sein. trotz der lautstrke ist dieser ort recht friedlich." er schaute duke an und bemerkte seinen unzufriedenen gesichtsausdruck. "entschuldigt, ich habe euch gestrt."
bevor duke auch nur zu einer erwiderung ansetzen konnte, antwortete tanya: "aber nein, gar nicht. wir wollten uns gerade etwas zu trinken holen. nicht wahr, duke?"
sie legte ihre hand auf grins mchtigen unterarm und fuhrte ihn richtung theke. duke ging ihnen nach einem kurzen moment seufzend hinterher.
…
wildwing hatte sich ein herz gefasst. wahrscheinlich war sein tatendrang nicht allein seinem mut zu verdanken, sondern auch zu einem teil den cocktails. jedenfalls war der abend bisher gut verlaufen und er und mallory verstanden sich groartig.
er sah sie an und lchelte. "was meinst du, sollen wir tanzen?"
mallory zgerte nicht mit ihrer antwort. "aber naturlich, ich dachte schon du fragst mich nie!"
das uberraschte beide. wildwing, weil er innerlich fur eine abschlgige antwort gerustet gewesen war und mallory, weil sie die antwort ohne nachzudenken gegeben hatte. nicht, dass sie es bereute, aber der alkohol schien auch bei ihr seine wirkung zu zeigen. mit einem schulterzucken lie sie ihre verwunderung hinter sich und nahm wildwing bei der hand.
"na dann mal los!" sagte sie frhlich und zog ihn richtung tanzflche.
wildwing lief ein schauer uber den krper, der von seinen fingern ausging. er betrachtete mallorys rucken, whrend sie ihnen einen weg durch die menge bahnte. schn, jung, witzig, stark, selbststndig, frhlich. sie war einfach perfekt. und es war seine hand die in ihrer lag. er konnte sein gluck kaum fassen.
ohne zgern zog sie ihn weiter in die mitte der tanzenden menge. dann blieb sie stehen, drehte sich um und sah ihn erwartungsvoll an. er lchelte zu ihr herab. sie schwang geschmeidig ihre huften zum rhythmus der musik und nahm langsam ihre arme uber ihren kopf. sie schloss die augen und lies sich gehen. wildwing bewegte sich nicht, unfhig seinen blick von ihr abzuwenden, wie sie ihren krper sachte und sinnlich bewegte. er war pltzlich hin und her gerissen. etwas in ihm, etwas warnendes, sagte, er solle sich sofort umdrehen und gehen. zuruck an den tisch, weg von ihr, dieser sinnlichen frau direkt vor ihm, der er nicht lnger zu widerstehen vermochte. und vielleicht htte er es eine stunde zuvor noch getan. doch nun gab er der anderen stimme nach. die, die seit dem morgen an dem sie seinen pullover getragen hatte, immer penetranter geworden war und nun in seinem kopf schrie.
er trat ganz nah an sie heran und legte seine starken hnde fest um ihre taille und zog sie nher an sich heran. sie ffnete uberrascht die augen und er schaute sie durchdringend an. sein ganzer krper schien ein einziger nerv zu sein, kribbelnd von der anspannung des augenblicks. einen herzschlag lang bewegte sie sich nicht und er konnte nicht erahnen, was sie dachte…
dann lchelte sie und legte ihre arme um seinen hals. das rauschen in wildwings ohren ubertnte fast die wabernde musik whrend sie sich ansahen. gemeinsam bewegten sie sich, als einheit, ihre krper in der dichten menge aneinander gepresst. er hatte den eindruck mallory errtete aber er war sich nicht sicher, schaute sie ihm doch ohne scheu und selbstbewusst in die augen. eine seiner hnde legte sich ohne bewusste steuerung auf ihren unteren rucken und die andere wanderte verdchtig nahe an ihren po, doch sie wehrte sich nicht, schlang nun ihre hnde etwas fester um seinen hals. ihre schnbel waren nur noch wenige zentimeter voneinander entfernt und das atmen fiel wildwing schwer. nher, immer nher kamen sie sich, bis…
"hey!"
wildwing hielt mallory fest, um sie nicht umzuwerfen und drehte sich wutend um, um zu sehen wer ihn angerempelt hatte. vor ihm stand eine