7. Approaching (1/2)

Burning Mellory 64930K 2021-07-22

zusatz: ein bild von nosedives und mallorys 'gesprch' findet ihr in meinem account auf deviantart.(melloryuchiha. deviantart. com - "quarrel")

der himmel uber anaheim war sternenklar und der mond hatte in dieser nacht seinen vollen umfang fast erreicht. der kuhle wind trieb keinerlei wolken vor sich her und spielte stattdessen mit ein paar blttern, die der baldige herbst als vorankundigung bereits eingefordert hatte.

an diesem noch jungen samstag wandelten noch kaum menschen durch die beleuchteten straen. jedoch gingen zwei, die nicht als solche zu bezeichnen waren, stumm ihres weges. einer von beiden reckte hin und wieder seinen schnabel zum funkeln am firmament.

"an was denkst du, grin?" fragte sein jungerer begleiter.

"... an zuhause."

"vermisst du puckworld auch?"

grin sah wildwing an. "ich sprach nicht von puckworld." der hune lchelte wieder in die sterne, whrend der andere ihn irritiert ansah. und nach einer weile beantwortete grin die stumme frage. "zuhause ist dort, wo das herz wohnt. und das ist da, wo meine freunde sind." ihre blicke trafen sich. "auch jetzt gerade gehen wir nach hause, und das macht einen glucklich. findest du nicht?"

wildwing sah ihn mit groen augen an und lachte dann herzlich. er klopfte grin freundschaftlich auf den rucken. "es ist schn zu wissen, dass auch du nicht viel vertrgst..." sein lachen wurde leiser und wildwing richtete seinen blick ebenfalls gen himmel.

"aber ich wei genau, was du meinst... lass uns nach hause gehen."

sie setzten ihren weg fort, zuruck zu dem ort, wo gerade vier weiteren enten weilten.

...

"...ich wurde gerne mit dir reden. allein."

mallory betrachtete nosedive eine zeit lang. dann richtete sie den blick auf ihr glas, ruhrte mit dem olivenspie in ihrem martini, und meinte, ohne ihn dabei anzusehen: "und uber was genau mchtest du reden?" ihre stimme verriet nicht was sie dachte.

"ich… naja…" nosedive sah hilfesuchend zu duke, der aber weiterhin stumm blieb. "ich wurde dir gerne etwas sagen… unter vier augen."

sie ruhrte noch ein wenig ihren cocktail und seufzte dann letztendlich. in einem zug trank sie ihr glas aus und stellte es auf die theke.

"na dann mal los", sagte sie und stand leicht schwankend auf. der blonde zgerte einen kurzen moment, drehte sich dann aber um und ging ihr voraus in richtung der 'smokers lounge'.

tanya und duke sahen nosedive und mallory nach, wie sie zum seitenausgang gingen.

"na hoffentlich geht das gut", meinte tanya und duke erwiderte mit einem schiefen lcheln: "das mussen sie jetzt hinter sich

ingen. wird schon schief gehen." aber er war selbst nicht ganz so sicher, wie er sich bemuhte zu klingen.

"hm…" tanya grubelte wieder. "ich frage mich…"

duke schaute sie von der seite an aber sie sprach nicht weiter. er drehte sich zur theke, lehnte sich mit seinen ellenbogen darauf und winkte den barkeeper heran. "zwei black feather." der barkeeper hrte einen kurzen moment auf das glas in seiner hand zu polieren und schaute duke an. dieser nickte lchelnd und daraufhin machte sich der junge mann ans werk. duke legte das geld fur die drinks hin und drehte sich wieder zu tanya.

"zer

ich dir nicht deinen schnen kopf. zeig mir lieber noch einmal dein entzuckendes lcheln." sanfte legte er einen finger unter ihr kinn und drehte ihren kopf sacht ihm zu. sie errtete und sagte verlegen: "du kannst jetzt aufhren damit, duke." sie lachte unsicher. "der abend hat mir wirklich viel spa gemacht und ich danke dir dafur, aber du musst dich nicht mehr als mein begleiter ausgeben."

duke nahm die beiden getrnke, die ihm der theker gerade hinstellte und reichte tanya eines der martiniglser. er schaute sie uber die fast klare, gold

aune flussigkeit, in der ein stuck zitronenschale schwamm, an.

"eine grausame schnheit bis zuletzt." er lachte leise. "offensichtlich war ich bisher nicht deutlich genug, wenn du immer noch annimmst, dass das hier ein spiel fur mich ist." seine augen bohrten sich immer tiefer in ihre und das herz schlug tanya bis zum hals.

mit rauer stimme flusterte duke: "ich spiele schon lange nicht mehr. ganz im gegenteil."

er erhob sein glas und nherte es langsam dem in ihrer erstarrten hand. ein leises klirren erklang, als die beiden gefe leicht aneinander stieen und sehr leise murmelte duke: "denk was du willst, ich bin's, du kannst mir sicher trauen. und gleich limander bin ich treu in meiner pflicht."

und wie ferngesteuert antwortete tanya: "und ich gleich helena, bis mich der tod ersticht." (*)

duke schaute zuerst uberrascht und lchelte dann warm. tanya lste sich aus ihrer starre und trank verlegen und verwirrt einen schluck. duke steckte wirklich voller berraschungen...

dann riss sie uberrascht die augen auf. "oh, der cocktail ist… stark."

duke lachte heiter. "nach diesem abend knnen wir das ge

auchen, meinst du nicht?" und kaum hrbar, mehr zu sich selbst, setzte er nach: "und gerade jetzt ganz besonders."

nervs trat nosedive von einem bein aufs andere. er hatte mallory stumm nach drauen an die stelle gefuhrt, an der er zuvor schon mit duke gestanden hatte. der rotschopf hatte sich an die wand gelehnt, ihre arme verschrnkt, und sah ihn nun seit einer weile erwartungsvoll an. er wich ihrem blick aus und konnte sich zu keinem ersten satz entschlieen. wie fing man so etwas an? innerlich verwunschte er duke und seinen vorschlag. er rieb sich den nacken und sah zu mallory, die ihn immer noch direkt ansah. gerade als er ein "also.." herauswurgte, schossen ihm kuhle worte entgegen.

"was sollte diese aktion heute abend?"

der blonde sah sie uberrumpelt an.

"hast du deine zunge verschluckt?"

"ich.. was?"

"ach, hast du das schon vergessen? bist du wirklich so betrunken?" sie hatte noch nicht realisiert, dass sich in ihre eigene aussprache bereits ein leichtes lallen gemischt hatte. ohne nosedive zeit fur eine antwort zu lassen sprach sie weiter.

"ziehst los, lsst dich volllaufen, und machst dann vor allen leuten mit dieser… dieser schlampe rum!" ihre stimme wurde nach und nach lauter.

"wa-… mallory!"

"nein nein, ist doch super! es ist ja nicht so, dass wir landesbekannte profisportler sind. wer sieht sich denn schon eishockey an? und man erkennt uns ja kaum in einer menge, wir sind vllig anonym. wer sollte denn auch auf uns achten? an uns ist schlielich nichts aufflliges, bis auf den umstand, dass wir verdammt noch mal keine menschen sind!" sie war nun auer sich. sie stie sich von der wand ab und ging mit leichtem schwanken vor ihm auf und ab. nosedive, unfhig sich zu bewegen, starrte sie nur an. wie konnte das gesprch nur so schief laufen. und warum war sie so verdammt wutend auf ihn?

ohne auf seine reaktion zu achten sprach sie weiter und zog die schultern hoch. "aber hey, der herr hatte ja offensichtlich spa, also egal. was sollte es dich kummern, dass du morgen schon die titelseite eines schmierblattes zieren knntest?" sie blieb a

upt stehen und sah ihm ins gesicht. "ist dir eigentlich klar, wie sehr sich dein

uder fur dich schmen musste?"

einen moment lang war es totenstill in der gasse. die wenigen rauchenden gste, die noch zu beginn ihres gesprches in ihrer nhe gestanden hatten, hatten sich nach und nach zuruckgezogen.

nosedives blaue augen starrten unglubig in mallorys grune. dann verdunkelte sich seine miene und er sagte in leisem, scharfem ton: "ach, darum geht es dir? um wildwing!" er setzte an weiter zu sprechen, uberlegte es sich dann aber anders. wutend drehte er sich um und griff in seine

usttasche.

"naturlich geht es um wildwing! und um die anderen! das geht mit uns allen heim!"

nosedive nahm sich eine zigarette und entzundete sie mit dukes feuerzeug, welches der ltere ihm gelassen hatte. genervt sog er den rauch ein. "weit du, ich glaube wir sollten das gesprch besser hier beenden, meinst du nicht?"

"nein, ich finde wir sollten es genau jetzt fortsetzten!... sag mal, rauchst du?" sie schaute ihn entsetzt an.

er blickte halb uber seine schulter und fragte ausdruckslos: "geht es dich was an?"

"das glaub ich ja wohl nicht!"

aufge