8. Confessing (1/2)

Burning Mellory 76200K 2021-07-22

zusatz: ein bild von mallory und tanya findet ihr in meinem account auf deviantart.(melloryuchiha. deviantart. com - "girlstalk")

phil palmfeather, manager der mighty ducks, betrat am fruhen samstagvormittag den arrowhead pond. er war gut gelaunt und pfiff frhlich vor sich hin. dieser werbeauftritt, den er tags zuvor abgemacht hatte, wurde ein hubsches summchen ein

ingen. ein werbeplakat, auf dem die ducks fur unterwsche posierten – enten hin oder her, sie waren alle sportlich gebaut und beliebt bei jung und alt – das wurde die einnahmen nur so hageln lassen, war er sich sicher. jetzt musste er nur noch das team von dieser groartigen idee uberzeugen. leider stellte es sich oft als sehr schwierig heraus ihnen klar zu machen, was fur ausgezeichnete geschfte er fur sie an land zog. wirklich, die jungs und mdels waren uerst undankbar. schlielich schuftete er fur sie so hart. naja, zugegeben auch fur einen kleinen eigenen gewinn. aber hey, das war amerika!

er betrat den gemeinschaftsraum und rief ein lautes: "guten morgen, leute!"

doch sein ausruf blieb unerwidert. es war niemand da. wo stecken die denn? beim training? er ging zur eishalle, doch auch dort waren die ducks nirgends zu sehen. er schaute auf die uhr. fast halb elf. das war ja mal wieder typisch. wenn man sie

auchte, waren sie wahrscheinlich mal wieder "die welt retten". nur, dass das kein geld ein

achte. er schuttelte den kopf. "manchmal bezweifele ich, dass sie wissen was sie an mir haben!"

und damit ging er in sein buro.

...

tanya lag auf ihrem bett und schaute an die decke. sie hatte nicht lange schlafen knnen und fuhlte sich schlapp. die gedanken an den vorherigen abend hatte sie lngere zeit wach gehalten. und auch jetzt noch dachte sie daruber nach, was passiert war.

nachdem wildwing mit mallory und einem sehr erschpft aussehenden nosedive wieder zu duke, grin und ihr zuruck gekehrt war, hatte man sich darauf geeinigt gemeinsam nach hause zu gehen. auf dem weg dorthin war kaum gesprochen worden und die stimmung war insgesamt nicht gerade schlecht aber doch verhalten gewesen. jeder schien seinen eigenen gedanken nachgehangen zu haben. nur grin hatte hin und wieder philosophisch die sternenreiche nacht bewundert, und alle hatten ihm geistesabwesend zugestimmt.

nosedive war ein wenig hinter ihnen geblieben und hatte vllig erledigt ausgesehen. von mallorys gesicht hingegen war nichts abzulesen gewesen. sie hatte sich wortkarg aber naturlich verhalten. tanya fragte sich im stillen, was nosedive und sie besprochen hatten?das einzige, was tanya an mallory aufgefallen war: die rothaarige hatte sich kontinuierlich ihr rechtes handgelenk festgehalten. ob sie sich verletzt hatte?nur zu duke hatte sie nicht einmal hingesehen. stur hatte sie seinen blick gemieden, obwohl sie nicht einmal wusste, ob er den ihren uberhaupt gesucht hatte.

ihre gedanken wurden jh durch ein leises pochen an ihrer tur unter

ochen. sie richtete sich mit pltzlichem herzklopfen auf und rief nach kurzem zgern: "herein?"

die tur ffnete sich mit leisem zischen und mallory trat ein. sie sah mude aus und trug einen weiten pyjama. "guten morgen tan, hast du gut geschlafen?"

mit einem knappen seufzer entspannte sich tanya wieder. sie lchelte mallory an. "wenig. und du?" sie deutete auf einen stuhl. mallory setzte sich und antwortete schulterzuckend: "auch nicht viel, aber ich konnte einfach nicht mehr liegen bleiben."

tanya nickte verstndnisvoll. sie wartete. ihre freundin wurde von sich aus zu sprechen beginnen. sie erhob sich vom bett, ging zu einem kleinen kuhlschrank, nahm zwei kleine wasserflaschen heraus und warf mallory eine zu, die ihr dankend zunickte und die falsche aufdrehte. sie trank einen schluck und schaute sich in tanyas zimmer um.

nach einer weile sagte sie dann: "seltsamer abend gestern, oder?"

tanya nickte zustimmend. "das kann man wohl sagen." sie betrachtete die rothaarige die gedankenverloren auf ihre flasche in der hand schaute. dann fragte sie: "ist alles in ordnung?"

mallory schaute tanya an und uberlegte kurz. sie nickte. "doch, es ist alles in ordnung. ich bin nur irgendwie... durcheinander."

"wegen dive?", fragte tanya zgernd. mallory uberlegte wieder. "auch."

"darf ich fragen, was er dir sagen wollte?"

die sturmerin lehnte sich in ihrem stuhl zuruck und seufzte lang. "weit du, ehrlich gesagt wei ich das nicht."

tanya blickte verwirrt.

"ich habe ihn im grunde nicht zu wort kommen lassen. bevor ich es selbst wusste, habe ich ihm vorwurfe gemacht und bin sogar laut geworden." sie schuttelte missbilligend den kopf. "ich glaube, ich habe mich ziemlich daneben benommen. auch wenn er angefangen hat."

"das klingt... ein bisschen kindisch!"

sie schauten sich an und lachten beide.

"ja, da hast du recht." mallory schuttelte wieder ihre noch verwuschelten haare. "und jetzt frage ich mich, was er mir eigentlich sagen wollte. er war irgendwie... seltsam. anders als sonst... es ist schwer zu beschreiben."

doch tanya wusste was sie meinte. auch sie hatte nosedives blicke und verhalten gesehen. doch tanya hatte im gegensatz zu ihrer freundin eine vermutung was dahinter steckte. aber sie wurde es lieber fur sich behalten.

unvermittelt fragte mallory: "und was war mit dir und duke? ihr wart ja letztendlich den ganzen abend zusammen. wie war's?"

mallory schaute sie offen und neugierig an und tanya senkte ihren blick nun selbst auf ihre wasserflasche. sie wusste nicht recht, was sie sagen sollte.

"nun, h... ich... ich wei nicht..."

"sag mal, tan, wirst du etwa rot?" fragte mallory uberrascht und ruckte mit ihrem stuhl grinsend nher zum bett. "erzhl mir alles. und keine ausreden!"

und tanya wusste, dass es kein entkommen gab.

...

auch duke hatte kaum schlafen knnen. aber er war an lange nchte gewohnt und machte nun einen kleinen spaziergang durch den pond. bisher war er auf noch kein anderes teammitglied gestoen, doch das wunderte ihn nicht weiter. nur einmal hatte er kurz gemeint, die stimme ihres managers zu hren und hatte sich schnell in entgegengesetzte richtung davon gemacht. phil hatte zu frhlich geklungen, als dass er ihm hatte begegnen wollen, denn er ahnte schon, dass eine seiner vom team gefurchteten werbeauftritte die ursache war.

nun war er im hintersten bereich des groen eishockeystadions angekommen, wo tanya ein kleines gewchshaus eingerichtet hatte, auch wenn er nicht genau wusste warum. wenn ihm auch der zweck unbekannt war – ob tanya heimlich eine leidenschaft fur gartenarbeit hegte? - wusste er die grune idylle durchaus zu schtzen. besonders, wenn man nachdenken wollte.

er betrat besagten raum und stellte uberrascht fest, dass er nicht der erste besucher war.

"guten morgen, sonnenschein!", sagte er frhlich.

nosedive hob uberrascht den kopf. er sa auf einem kleinen schemel zwischen den uppigen pflanzen und sah rundheraus grauenhaft aus. sein blonder schopf schien ungekmmt und wirr, er hatte ringe unter den augen und wirkte insgesamt, als htte er kein auge zu gemacht. in anbetracht der ereignisse am vorabend hielt duke das auch fur wahrscheinlich.

"oh, hallo duke", antwortete der jungere trge. er gab sich keine muhe seine frustration zu verbergen. das sonst so energetische und frhliche nesthkchen der mighty ducks wirkte durch und durch deprimiert.

duke ging zu ihm und setzte sich halb auf einen tisch, der mit diversen topfpflanzen vollgestellt war, und uber dem eine wrmelampe hing. er betrachtete nosedive eine weile und nachdem dieser nicht den eindruck erweckte von sich aus zu reden, begann er selbst das gesprch.

"harte nacht gehabt?"

nosedive nickte nur.

"jetzt kannst du aber froh sein, dass nicht eine gewisse

unette bei dir im bett liegt. sich nach so einer nacht morgens erst mal den arm abbeien zu wollen, ist wirklich kein guter start."

der blonde zuckte mit den schultern und rang sich, angesichts dieser anspielung auf das filmzitat aus "coyote ugly", zu einem halbherzigen lcheln durch. "wer wei."

duke grinste und beide schwiegen wieder eine weile.

"na, nimm es nicht so schwer, kleiner. das geht vorbei. ein korb ist kein weltuntergang", meinte er whrend er aufstand, zu nosedive ging und ihm aufmunternd die hand auf die schulter legte. der jungere sah zu ihm auf.

"sie hat mir keinen korb gegeben."

duke schaute ihn fragend an. "hast du es ihr nicht gesagt?"

"ich kam nicht dazu. wildwing kam genau in dem moment als ich..." er

ach ab und seufzte. "zuerst hat sie mir den kopf gewaschen."

duke lchelte. das passte zu mallory. er riss sich zusammen und sein ton war wieder ernst als er fragte: "das heit, ihr habt euch gestritten?"

"ja. ziemlich derb sogar. ich..." er